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Milestone: „Danke für Ihren Müll“

Milestone: „Danke für Ihren Müll“

Die Sonderausstellung „Zukunft der Stadt“ des Technischen Museums Wien informiert über die Entwicklung urbaner Lebensräume. Dabei zeigt Milestone Systems gemeinsam mit Esseca, Salto und Sony am Beispiel eines Müllraums den Einsatz von Videoüberwachung und Zutrittskontrolle.


Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute schon in Städten und damit auf nur zwei Prozent der Weltoberfläche. Schätzungen zufolge werden es bis 2050 sogar mehr als zwei Drittel der Bevölkerung sein. Das zeigt, dass die Stadt der unbestrittene Lebensraum der Zukunft ist. Doch hier stellen sich auch Fragen zur Organisation, zur Ernährung, zum Wohnraum und der Fortbewegung. Die Bewohner eines urbanen Raums haben unterschiedliche Bedürfnisse und es braucht immer wieder Innovationen. In der zwei Jahre dauernden Ausstellung „Zukunft der Stadt“ zeigte das Technische Museum Wien seit Anfang Juni 2016 verschiedene Perspektiven, aus denen das Thema betrachtet werden kann.



Sicherheit in urbanen Räumen

In den Städten der Zukunft wird Sicherheit eine größere Rolle spielen denn je, da sie deutlich größer und vernetzter sein werden als sie es heute sind. Dabei spielen Video-Lösungen, Zutrittskontrolle und Alarmmanagement eine wesentliche Rolle. Um Einsatzmöglichkeiten dafür zu zeigen, konzipierte die Integrationsfirma Esseca gemeinsam mit dem Technischen Museum einen Teil der Sonderausstellung. Anhand eines Müllraums können sich die Besucher mit Zutrittskontrolle und Videoüberwachung auseinandersetzen. Thematisiert werden dabei die Bürger-Stadt-Vernetzung sowie der Zutritt zu öffentlichen Einrichtungen. „Hintergrund ist dabei, dass der Müllraum nur von Personen genutzt werden kann, die dort wohnen beziehungsweise arbeiten und daher berechtigt sind, ihren Müll zu entsorgen“, erklärt Michael Reiner, Prokurist und Leiter Profitcenter Errichtungsgeschäft bei der ESsseca GmbH. „Dies lässt sich auch auf Sperrmüllplätze ausweiten, an denen die Berechtigung anhand des Kfz-Kennzeichens geklärt werden kann.“


Als führender Anbieter von elektronischen Sicherheitslösungen in Österreich erstellt Esseca flexible, ganzheitliche und kundenorientierte Lösungen für alle Gebäude, die ein hohes Maß an Sicherheit bieten und komfortabel in der Anwendung sind.



Benutzerfreundlich und intuitiv

„Für die Videoüberwachung und -anlage im Technischen Museum Wien kam die Lösung XProtect Corporate von Milestone Systems zum Einsatz, da es sich dabei um eine offene IP-Videomanagementsoftware handelt“, erklärt Michael Reiner. „So ist eine integrierte Lösung mit verschiedenen Fremdsystemen möglich, wobei wir die größtmögliche Flexibilität haben.“ Aus Sicht der Kunden ist außerdem die Bedienung der Software ein wesentlicher Faktor. Denn trotz der umfangreichen Funktionen der Produkte von Milestone Systems ist das System sehr einfach gestaltet. Dadurch ist es benutzerfreundlich und punktet mit intuitiver Bedienung. Außerdem gibt es sehr viele Möglichkeiten für die Auswertung der Daten, von der einfachen Beobachtung bis hin zur Darstellung der Bilder, auf denen eine Bewegung an einer definierten Stelle stattgefunden hat. Für den Aufbau im Technischen Museum Wien ist aber besonders das Alarmmanagement von großer Bedeutung. Dieses wurde mit der Zutrittskontrolle von Salto kombiniert. Diese gewährleistet die Sicherheit des Gebäudes. Sobald es hier zu einer Alarmauslösung kommt, schaltet das Milestone-System sofort die richtige Kamera auf und veranlasst eine automatische Aufnahme der Bilder.




Viergeteiltes Bild

Die Ausstellung im Technischen Museum Wien wird über eine Rampe betreten, die von einer 360 Grad Fisheye-Kamera von Sony erfasst wird. Diese hat zwei Funktionen: Zum einen werden damit die Personen gezählt, die die Ausstellung betreten, und wie viele davon auch den Bereich der Bedienstation oder des Müllraums besuchen. Zum anderen können die Besucher selbst mit der Steuerung der Kamera spielen. Dafür ist im Vorraum ein Touch-Monitor mit einer viergeteilten


Videowall auf Basis der Milestone Systems Lösung Milestone XProtect Corporate angebracht. Dabei handelt es sich um eine leistungsstarke IP-Videomanagementsoftware für große Anlagen mit höchstem Sicherheitsbedarf. Eine zentrale Verwaltungsoberfläche ermöglicht eine effiziente Systemverwaltung, einschließlich aller Kameras und Sicherheitsgeräte, unabhängig von der Größe oder Verteilung auf mehrere Standorte. Für Systeme, die eine überdurchschnittliche Situationserkennung und präzise Reaktion auf Vorfälle verlangen, verfügt die Lösung über eine Smart Wall-Funktion. Außerdem bietet sie erweiterte Videoausdünnungsfunktionen und Verschlüsselungen, die Organisationen dabei helfen, die Kosten der Videospeicherung zu reduzieren und zugleich die Integrität der Videobeweise sicherzustellen sowie die branchenbedingten und staatlichen Vorschriften einzuhalten.


Eines der vier Bilder auf der Videowall der Ausstellung zeigt die Aufnahmen der Fisheye-Kamera im Eingangsbereich und ermöglicht ihre Steuerung – über den Touch-Screen lassen sich ihre Ausrichtung und der Zoom verändern. Das zweite Bild stellt die Echtzeit-Statistik der Personenzählung aus den Bereichen Ausstellungszugang, Bedienplatz und Müllraum dar. Diese funktioniert durch die Lösung countvis der Wiener Firma CogVis GmbH. Sie ermöglicht die Zählung von Personen in Videostreams durch den Einsatz modernster Videoanalyse sowie die statistische Auswertung der Ergebnisse in Echtzeit über ein Web-Interface oder automatisch generierte Reports. Mithilfe von countvis können Informationen über Auslastung und Belegung verschiedener Bereiche einfach und unkompliziert ausgewertet werden.



Im dritten Bild wird die Sicht einer weiteren Sony-Kamera im Müllraum gezeigt. Dabei handelt es sich um einen Alarmmonitor, der im normalen Zustand das Esseca-Logo zeigt und bei dem von der Videomanagementsoftware nur bei einem Alarm das Bild der Kamera aufgeschaltet wird. Das trägt der Situation Rechnung, vor der das Sicherheitspersonal in einer Stadt oder einem großen Objekt steht. Hier sind häufig 300 Kameras oder mehr installiert. So viele Bilder kann eine einzelne Person jedoch nicht im Blick haben und gleichzeitig Unregelmäßigkeiten erkennen. Daher werden Alarmmonitore definiert, die ein Bild der passenden Kamera anzeigen, sobald eine Alarmquelle anschlägt – etwa eine Zutrittskontrolle oder ein Bewegungsalarm. Die Verantwortlichen müssen so nur die Alarmmonitore im Blick behalten und erhalten dennoch alle wichtigen Informationen. In der Ausstellung wird der Alarm durch das Öffnen der Tür ausgelöst, da der Türbeschlag über eine Funkverbindung (wireless) mit dem Zutrittskontrollsystem verbunden ist. Auf dem vierten Bild der Videowall sind alle Alarme aufgelistet, die das System bereits entgegen genommen hat.



Zugang per Smartphone via Bluetooth

Auf einem weiteren Monitor im Vorraum erfolgt die Zutrittskontrolle, um die Tür zur Mülltonne öffnen zu können. Dies funktioniert über die Managementsoftware „ProAccess Space“ von Salto und die mobile Zutrittstechnologie „JustIN Mobile BLE“. Mit dieser mobilen Zutrittslösung wird Personen das Öffnen von Türen mit dem Smartphone – via Bluetooth Low Energy (BLE) – erlaubt. Dafür ist die Salto Mobile App nötig, die die im Smartphone integrierte Bluetooth-Schnittstelle zur Kommunikation mit den elektronischen Türkomponenten nutzt. Die Besucher der Ausstellung geben an der Videowall ihren Namen und ihre Mobilfunknummer am Bildschirm ein und bekommen den mobilen Schlüssel für die Zutrittsberechtigung automatisiert auf die App auf dem Smartphone geschickt. Dies erfolgt „Over the Air“ (OTA) mit der aktuell höchstmöglichen Verschlüsselung. Mit dem mobilen Schlüssel können sie dann die Verriegelung der Tür lösen, diese öffnen und den Raum betreten. Für Besucher, die ihre Handynummer nicht angeben möchten, liegt alternativ auch eine Mifare DESFire Karte bereit, mit der sich ebenfalls die Tür öffnen lässt. Im Inneren des Müllraums erwartet die Besucher dann eine sprechende Mülltonne mit den Worten „Danke für Ihren Müll“.


„Besonders interessant ist für uns die Offenheit, über Innovationen und Produkte, die gerade im Entstehen oder zukunftsweisend sind, zu diskutieren und sie auch zu zeigen. Für diese Produkte haben wir uns entschieden, weil das Spannungsfeld „vernetzen-steuern-überwachen“ gerade im persönlichen Bereich am besten zu zeigen ist“, erklärt Lisa Noggler-Gürtler, Ausstellungskuratorin im Technischen Museum Wien.


Schon der kleine Aufbau des Müllraums zeigt, was in den Städten der Zukunft möglich sein kann. Wenn nur berechtigten Personen der Zutritt zu bestimmten Bereichen möglich ist, kann für mehr Sicherheit gesorgt werden. Gleichzeitig zeigen die Anforderungen der Ausstellung auch, dass die Integration mehrerer Lösungen wie Video-, Zutritt- und Alarmmanagement immer wichtiger wird. Milestone Systems legte daher schon immer großen Wert auf ein Partner-Ökosystem, das die offene Plattform zur Zusammenarbeit nutzt. Nun geht das Unternehmen einen Schritt weiter und baut eine Open Platform Community auf. So entsteht ein Netzwerk, in dem Milestone, Partner und Endkunden gleichermaßen untereinander vernetzt sind, um vom gegenseitigen Austausch zu profitieren. Analog zu den Smartphone App Stores wird es auf der Webseite von Milestone auch einen eigenen Marktplatz für Partneranwendungen geben

Highlight-Features

  • 3 Chassis: ohne PoE oder mit PoE bis 400 bzw. 720 W
  • Alle Chassis mit zwei 1-Gbit-Combo Ports-als Up/Down-Link und drei Slots für jeweils 8 Port-Module
  • 8-Port-Module in 4 verschiedenen Ausführungen
  • Programmierbar über Web Interface oder USB-Konsolen-Port
  • Geeignet für Temperaturen von 0 bis 50 °C


Weiterführende Informationen


13. September 2018 | Kategorien: Security