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Gewusst wie!

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Wie binde ich Multisignalkameras in alte FBAS-Systeme ein?


Mehr und mehr der bisherigen alten, analogen PAL-Kameras mit FBAS- bzw. CVBS-Ausgang werden inzwischen von den Kameraherstellern abgekündigt. Da aber natürlich trotzdem noch Bedarf an Kameras besteht, die dieses Ausgangssignal liefern (z. B. um defekte Kameras zu ersetzen, die an Kreuzschienen und/oder Digitalrekordern betrieben werden), bietet sich der Einsatz von Multisignalkameras an. Diese liefern neben den hochauflösenden analogen Signalen HD-TVI, AHD, CVI und gegebenenfalls dem digitalen HD-Videosignal HD-SDI häufig auch ein FBAS-Videosignal.


Bei der Installation ist allerdings zu beachten, dass die Geräte entsprechend eingestellt werden müssen und ein dazu nötiger analoger FBAS/CVBS-Testausgang nicht immer integriert ist. Und selbst wenn er verfügbar ist, wird ein geeignetes Adapterkabel nicht immer mitgeliefert. Dann kann die Einstellung entweder über einen Multisignal-Testmonitor (im VIDEOR Webshop unter Installationszubehör/Messgeräte zu finden) und das On-Screen-Display erfolgen. Alternativ bieten manche Kamerahersteller auch die Auswahlmöglichkeit über Tastenkombinationen oder Schalter am Gerät selbst, die dann die Umschaltung auch ohne aufgeschaltetes Videosignal ermöglichen.



Gerne konfigurieren wir auf Wunsch die Kameras aber auch bereits für den geplanten Einsatzzweck vor, so dass nur noch der bauseitige Anschluss und die Objektiveinstellung vorgenommen werden müssen. Sprechen Sie uns einfach an, wenn Sie hierfür ein Angebot wünschen.



Datenratenabgleich auf Glasfaserleitungen



Bei Netzwerkgeräten wie Switches, Rekorder, Kameras etc. ist man es gewohnt, dass die Teilnehmer automatisch die optimale Übertragungsrate aushandeln und einstellen. Anders sieht das aus, wenn eine Glasfaser als Übertragungsmedium verwendet wird. Hier müssen wir darauf achten, dass die Glasfaserports (häufig SFP-Module) an beiden Enden die identische Datenrate unterstützen. Bei einem Switch kann es zusätzlich notwendig werden, den betroff enen Port im Menü auf die entsprechende Datenrate fix einzustellen.



Kennzeichen-Erkennungskameras



Wenn nur eine Kamera zur Kennzeichenerkennung z. B. an einer Schrankenanlage benötigt wird, ist der Einsatz eines zentralen PC-Systems zu aufwendig und zu kostenintensiv. Hier-
für eignen sich die, mittlerweile von verschiedenen Herstellern angebotenen, Kennzeichenerkennungskameras mit integrierter Analyse-Software besser. Folgende Funktionen werden am häufigsten benötigt:



1. Kennzeichen werden erfasst und in einer Datenbank auf der Kamera gespeichert. Diese Daten können von der Kamera z. B. als CSV-Datei exportiert werden.


2. Die von der Analyse-Software erkannten Nummernschilder werden mit einer Sperr-/Freigabe-Liste verglichen. Über einen Schalt-Ausgang können Impulse z. B. zum Öffnen bzw. Schließen einer Schranke gegeben werden.


Bei der Projektierung des Montage-Standortes ist auf die Auslenkung der Kamera zur horizontalen und vertikalen Achse der Fahrzeuge zu achten.



Sofern die Kennzeichen der Fahrzeuge in der Fahrt erkannt werden müssen, wird eine deutlich höhere Beleuchtungsstärke benötigt, um über die Belichtungszeit die Bewegungsunschärfe zu minimieren. Zur sicheren Erkennung von PKW- und LKW-Kennzeichen werden ca. 260 Pixel Aufl ösung pro Meter Bildbreite empfohlen.



Bei kritischen Lichtbedingungen empfehlen wir den Einsatz von Boxed- Type-Kameras im Wetterschutzgehäuse und separaten Infrarot- Scheinwerfern zur Vermeidung von Nahfeldblendungen durch starken Regen oder Schneefall. Durch die Scheinwerfer der Fahrzeuge können Blendeff ekte auftreten, welche durch einen Tageslicht- Sperrfi lter beseitigt werden.

28. Oktober 2018 | Kategorien: Security