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Funktion und Ästhetik – Bauformen von Videokameras

Funktion und Ästhetik – Bauformen von Videokameras

Ihr Kompass für den Feature-Dschungel. Von unseren Produktmanagern. Thema heute: Funktion und Ästhetik – Bauformen von Videokameras. Von Beate Meyer-Young



Für die Planung einer Videoüberwachungsanlage steht die Auswahl der passenden Technik an erster Stelle. Um ihre Sicherheitsaufgaben zu erfüllen, muss die Kamera bzw. das System genau auf den zu schützenden Bereich zugeschnitten sein. Je nach Applikation müssen beispielsweise die Technologie und die Auflösung, die Brennweite, die Lichtempfindlichkeit und die Beleuchtung sowie Zusatzfunktionen wie Wide Dynamic Range (WDR) und Videobildanalyse zur Applikation passend ausgewählt werden.


Der Klassiker: Kamera plus Objektiv


Seit vielen Jahren im Einsatz ist die klassische Kombination von Kamera und Objektiv, im Außenbereich kommt obligatorisch noch das Wetterschutzgehäuse hinzu. Diese Wahl erlaubt maximale Flexibilität, und wird heute insbesondere bei Anwendungen, die Zoomobjektive für die Überwachung großer Flächen im Außenbereich erfordern, eingesetzt. Für das Design des Gehäuses stehen Funktionalität und einfache Installation im Vordergrund. Das Portfolio reicht von Kunststoff gehäusen über Aluminiumgehäuse mit bequemer Seitenöffnung und verdeckter Kabelführung bis hin zu Gehäusen aus Edelstahl, die Seewasserfestigkeit oder Explosionsschutz bieten können.


De facto Standard: Fix-Domes und Bullets


Einen Siegeszug hingelegt haben in den letzten Jahren Fix-Domes und Bullet-Kameras, auch Zylinderkameras genannt. Kein Wunder, es sind komplette Systeme, die sich für die meisten Anforderungen eignen. Der Trend zu kleineren Kamerachips erlaubt schlanke Konstruktionen, manche Fix-Domes verzeichnen bereits einen Durchmesser von weniger als 10 cm oder auch eine Bauhöhe von nur etwa 5 cm.


Relativ neu hingegen sind „Flat Face Domes“, die komplett auf den Einsatz einer Kuppel verzichten und so Spiegelungen vorbeugen. Dies kann dann, wenn der Dome mit eingebauter LED-Beleuchtung ausgestattet ist, die Bildqualität beeinträchtigen. Moderne Funktionen wie Auto-Fokus-Zoom-Objektive oder auch ein fernbedienbarer Pan, Tilt, Rotate, Zoom (PTRZ) erleichtern Installation, Einrichtung und Betrieb der Kameras. Zwar ersetzen sie damit nicht den klassischen PTZ-Dome, erweitern jedoch durchaus den bisherigen Anwendungsbereich von Fix-Domes.


Die größte Freiheit haben Hersteller, die Wert auf die Ästhetik legen, beim Design der modernen Bullet-Kameras. Technisch bietet diese Bauform – ein kompaktes Gehäuse mit integriertem Montagearm, oft auch Sonnenschutzdach und Anschlussbox – für fixe Überwachungsbereiche alle Möglichkeiten. Zwar gilt beim Design der Bullets auch der Grundsatz „Form follows Function“, jedoch ist die zunehmende Bedeutung einer ästhetischen Gestaltung bei den meisten Herstellern deutlich sichtbar. Die zunehmende Akzeptanz der Videoüberwachung in der Bevölkerung hat sicher auch den Grund, dass formschöne, unaufdringliche Kameras bevorzugt eingesetzt werden.


Alleskönner: PTZ-Domes und Positioniersysteme


PTZ-Domes und Positioniersysteme sind die Alleskönner unter den Sicherheitskameras. Kamera und (Zoom-)Objektiv bereits fest verbaut, werden sie mit ihren Varianten – auch als Dual-Sensor mit Wärmebild- und Tag/Nacht-Kamera oder mit integrierter Beleuchtung – allen Herausforderungen gerecht. Jedoch sollen auch diese High-End-Systeme sich gut in die Umgebung einfügen, selbst PTZ-Domes mit ihren Durchmessern zwischen 15 und 25 cm sollen unaufdringlich ihren Job machen.


Hohe Kunst: in Gebäudefarbe lackiert


Wenn Design und Ästhetik eine besonders große Rolle spielen, können die Gehäuse – ob Wetterschutzgehäuse, Fix-Dome oder PTZ-Dome – projektbezogen in jeder beliebigen RAL-Farbe lackiert werden. VIDEOR Solutions demontiert dazu die Geräte fachgerecht, denn nur so ist eine Lackierung gleichmäßig und dauerhaft. Meist wählt der Betreiber eine zum Gebäude passende Farbe aus, aber auch eine Veredelung durch die Wahl eines modernen Farbtons und damit das Setzen eines Designakzents am Gebäude ist denkbar.



3. Oktober 2018 | Kategorien: Security